Bittere Niederlage in Göttingen!

Vierte Saisonniederlage und personell wird es enger!

Mit komplettem Kader reiste der TSV nach Göttingen, die Spieler waren hochmotiviert und wollten die Niederlage gegen die Sixers wett machen. Bei den Gastgebern standen nur acht Spieler auf dem Spielbogen, davon eine Topspieler, Jorge Schmidt, der verletzungsbedingt aber nicht spielen sollte. Der Start gehörte den Shooters, die nach zwei Minuten mit 0:5 führten. Bis zur 5.Minute hielt der Gast die Führung beim Stand von 9:14. Danach fand der ASC besser in die Partie, konnte durch viele Fast Break Punkte das Spiel drehen und führte mit 21:19 nach dem 1.Viertel.
Bis zur Halbzeit konnte sich kein Team von dem anderen absetzen. Es war ein offener Schlagabtausch, den die Shooters zur Halbzeit mit 41:42 für sich entschieden.
Nach dem Seitenwechsel baute der TSV die Führung auf 43:48 aus und es schien so als ob man das Spiel in den Griff bekommen sollte. Die am heutigen Tage schwache Defensive lud den ASC im Anschluss ein ums andere Mal ein, Punkte zu erzielen. Der abgezockte Gastgeber nutzte diese Chancen, um sich auf 65:55 abzusetzen. Mit vier Punkten konnte Neustadt den Rückstand noch auf 65:59 zum Viertelende verkürzen.
Im letzten Viertel überschlugen sich die Ereignisse und es wurde hektisch und chaotisch. Bis zur 34.Minute gelang es den Shooters den Rückstand aufzuholen. Durch einen Ballgewinn von Lennart Holsten ging der TSV wieder mit 70:71 in Führung. Drei Minuten vor dem Ende gelang dem ASC der erneute Führungswechsel und eine Minute später sogar das 83:79. Nach einem Dreierversuch von Tim Brauner kam der Ball zu Victor Bankole, der den Ball nicht im Korb unterbringen konnte. So sicherte sich der ASC den Rebound und wurde dabei von Jandell Hersisia gefoult. Beim Zurückgehen erwischte Hersisia mit seiner Schulter einen Göttinger am Hals und es kam zu einer Spielertraube mit großem Gerangel. Während die ASC Ersatzspieler von ihrem Teamkollegen gehindert wurden auf das Spielfeld zu laufen, waren Mubarak Salami, Mayika Lungongo und Lennart Holsten zu schnell und versuchten dazwischen zu gehen und zu schlichten. Dies ist laut Regularien aber verboten, so kam es neben der Disqualifikation für Hersisia auch zum Ausschluss der anderen drei Spieler. Der ASC verwandelte eine Freiwurf und führte 90 Sekunden vor Ende mit 84:79, ehe ein Dreier von Rishi Kakad den TSV erneut auf 84:82 heranbrachte. Im nächsten Angriff wurde der ASC durch ein Foul gestoppt. Einer der beiden Freiwürfe wurde verwandelt und damit führte der Gastgeber 85:82. 16 Sekunden vor dem Ende wurde Bankole gefoult und konnte für den TSV immerhin auf 85:83 verkürzen. Der Gastgeber brachte den Ball zu Grimaldi, der von Brauner eng verteidigt wurde, den Ball verlor und danach Brauner von hinten umriss. Ein klares unsportliches Foul… – könnte man denken. Das Schiedsrichtergespann gab jedoch nur ein normales Foul, welches zwei Freiwürfe zum Ausgleich bei noch 12 Sekunden Spielzeit bedeutete. Den ersten Freiwurf vergab Brauner, der zweite fiel zum 85:84. Der TSV entschied sich auf ein schnelles Foul, direkt nach dem Einwurf an der Baseline, um die Zeit zu stoppen. Der Pfiff kam; alle schauten sich verwundert an. Der Schiedsrichter entschied diesmal auf ein unsportliches Foul, was zwei Freiwürfe plus Ballbesitz bedeutete. Das ist die Entscheidung in diesem Spiel. Am Ende stand eine 91:84 Niederlage auf der Anzeigetafel.
„Wir müssen uns erstmal an die eigene Nase fassen, ohne Biss in der Verteidigung kann man ein Spiel nicht gewinnen. Unsere Big Men waren heute ein Totalausfall und wir haben dazu als Team die schwächste Saisonleistung aufs Parkett gebracht. Wenn man die Videobilder sieht, haben die Schiedsrichter in dieser Situation in der 38.Minute korrekt gehandelt. Nun müssen wir noch enger zusammenrücken und den Ausfall der gesperrten Spieler am kommenden Samstag im Spiel gegen Bremen kompensieren“, so Manager Jan Gebauer.

Es spielten:
Kakad (23 Punkte), Doekhi (15), Salami (13), Hersisia (9 / 10 Rebounds), Marvin (8), Brauner (7), Bankole (5), Holsten (2), Welzel (2), Lungongo, Tyrekidis und Tsokos

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