Eine Halbzeit reicht nicht!

Erneute Heimniederlage nach starker erster Halbzeit!

Zum letzten Heimspiel kam die TSG Bergedorf nach Neustadt, beide Teams waren am Wochenende zuvor siegreich und wollten nachlegen. Mit vollen Kadern konnten beide Trainer in das Spiel gehen, es sollte sich ein erneuter Krimi entwickeln.

Vor über 420 Zuschauern begann das Spiel überhaupt nicht nach dem Geschmack der Shooters Fans, denn fast drei Minuten musste man stehen, bevor Mubarak Salami die ersten Punkte für den TSV erzielte. Zu diesem Zeitpunkt lag der Gastgeber bereits mit 0:7 zurück. Bis zum 9:14 in der 6. Minute hatte die TSG das Spiel klar diktiert. Doch Simion Habtemichael bescherte Neustadt mit fünf Punkten in Folge den Ausgleich und Maurice Delage und Brandon Roberts legten weitere Punkte zum 24:18 Viertelstand nach.

Diesmal eröffneten die Shooters das Viertel… Mit einem Steal und abschließendem Dunking gab Delage die Vorlage für ein starkes 2. Viertel. Nach weiteren zwei Minuten führten die Gastgeber mit 32:20 und spielten tollen Teambasketball. Im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit kamen die Gäste nicht mehr näher und so ging es mit einem 52:41 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel wirkten die Shooters, wie schon zu Spielbeginn, nicht voll bei der Sache zu sein. In der Defensive wurde halbherzig agiert und im Angriff wurden leichte Abschlüsse vergeben. Die Folge war ein erneuter 0:7 Lauf, wodurch sich der Vorsprung auf 52:48 in der 22.Minute verringerte. Es war nun ein offener Schlagabtausch zwischen den Teams, während bei der TSG besonders Yngve Jentz aufdrehte, sorgten beim TSV die Dreierschützen für Gefahr. Der Vorsprung blieb bei vier Punkten, so ging es mit einem 76:72 in das letzte Viertel.

Durch drei Ballverluste in Folge versäumten es die Shooters, die Führung weiter auszubauen, sodass es bis zur 34. Minute bei der vier Punkt Führung blieb (82:78). Nach einem verwandelten Freiwurf von Salami in der 38. Minute waren die Gastgeber nah dran, das Spiel beim Stand von 91:86 endgültig für sich zu entscheiden. Allerdings hielten die Bergedorfer mit ruhigem Spiel dagegen und nutzten in der letzten Minute ihre Chancen zum Ausgleich. Bereits zweimal zuvor versuchte es Roberts im Angriff vergebens, beim dritten Mal wurde er geblockt und lamentierte auf Foul. Der Ball war inzwischen in den Händen von Delage, während der Schiedsrichter ein Technisches Foul gegen Roberts pfiff, der nun mit seinem 5. Foul auf die Bank musste. Die Regel besagt seit dieser Saison, dass das Team, was in Ballbesitz ist, den Ball nach einem Freiwurf des Gegners zurückbekommt. Diese Regel wurde 25 Sekunden vor Ende aber übergangen und die TSG bekam den Einwurf nach dem verwandelten Freiwurf (91:92). Ein taktisches Foul von Doekhi folgte 20 Sekunden vor dem Ende, erneut war es Steffen Kiese, der beide Freiwürfe sicher verwandelte. Auf der anderen Seite wurde Doekhi gefoult, er verwandelte jedoch nur einen Freiwurf. Somit stand es 5 Sekunden vor dem Ende 92:94. Gästespieler Timm wurde 2,3 Sekunden vor Ende nochmal an die Linie geschickt, verwandelte den ersten und verfehlte den zweiten Freiwurf. Der Rebound landete bei Delage, der einen weiten Pass auf Doekhi versuchte, doch die Zeit lief ab und die TSG gewann dank einer tollen Aufholjagd mit 92:95.

„Unser Team muss sich, wie schon gegen Westerstede, in einem wichtigen Heimspiel geschlagen geben. Nun muss allen Spielern und den Coaches spätestens klar sein, dass es nur um den Klassenerhalt geht und jeder nochmal eine Schippe im Training drauflegen muss, um mit einem Sieg in Stade in die Winterpause zu gehen. Das neue Jahr beginnt dann mit einem extrem wichtigen Heimspiel, in dem wir den Bock umstoßen müssen, um die nötigen Punkte zu holen. 12 Siege müssen es am Ende bestimmt sein, um in der Liga zu bleiben, aktuell stehen wir bei sechs! Die Stimmung in der Halle war, wie die ganze Saison schon, grandios und wir bedanken uns bei allen Fans für diese tolle Unterstützung“, so Manager Jan Gebauer.

Es spielten:
Kakad (26 / 8 Dreier), Salami (23), Habtemichael (12), Roberts (12), Doekhi (8), Martinez (4), Delage (4), Lungongo (2), Bankole (1), Gerszke

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