Was für eine spannende Partie!

Spektakel im Shooters-Dome!

Ein Samstagabend, der noch lange im Gedächtnis bleibt: Zwei Teams, die unbedingt spielen wollten und ein Korb, der nicht lang hielt. Mit den Westerstede Eagles kam ein unangenehmer Gegner mit abgezockten Spielern nach Neustadt. Beide Teams lagen in der Tabelle ganz eng beieinander und wollten unbedingt gewinnen, um der Abstiegszone weiter zu entrinnen. Bevor das Spiel aber angepfiffen werden konnte, gab der Korb nach einem Dunking der Gäste auf und das Brett ist gebrochen. Nach kurzer Absprache mit dem Gast war klar, beide Teams wollen spielen, die vielen Zuschauer wollten ein Spiel sehen, auch wenn das dann etwas dauern würde. Ein Helferteam holte aus der Trainingshalle ein Brett mit Korb und baute dieses im Shooters Dome wieder an. Rund eine Stunde nach der normalen Startzeit ging es dann los.

Die Shooters erwischten dabei den besseren Start und führten nach zwei Minuten durch jeweils vier Punkte von Salami und Martinez mit 8:2. Allerdings fing auch der Gast so langsam an ins Rollen zu kommen, konnte aber in der Defensive die Punkte der Gastgeber noch nicht verhindern und so stand es nach fünf Minuten 14:8 für den TSV. Bis zum Viertelende blieb dieser auch knapp in Führung. (24:22).
Mit viel Schwung ging es vor über 450 Zuschauern in das 2.Viertel, dort blieb es bei einer ganz engen Partie, in der die Shooters nach 15 Minuten weiterhin mit 33:30 in Führung lagen. Eine Phase mit etlichen Ballverlusten folgte und die Eagles nutzten jeden dieser Geschenke aus, um innerhalb von drei Minuten einen 0:12 Lauf auf das Feld zu legen (33:42). Mit acht Punkten Unterschied ging es letztendlich in die Halbzeit (43:51). Dort gab es eine grandiose musikalische Einlage der Leinegarde, die zuvor bereits die lange Wartezeit bis zum Anpfiff des Spiels sehr klangvoll gefüllt hat.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Gäste wie aus einem Guss und trafen zudem noch jeden Wurf. In kürzester Zeit zogen die Ammerländer so auf 45:62 davon. Mit einem Dunking, vier Minuten vor dem Viertelende, bauten die Gäste ihre Führung auf sage und schreibe 23!!! Punkte aus. Zu diesem Zeitpunkt setzte niemand in der Halle mehr einen Pfifferling auf die Gastgeber. Doch ein Shooters Spieler wollte das nicht mit sich machen lassen: Mubarak Salami lief zur Hochform auf und brachte sein Team Punkt für Punkt heran. Mit einem Dreier zum Viertelende verkürzte er auf 66:78.

Das letzte Viertel wurde dann zu einem unglaublichen Spektakel, denn nach zwei gespielten Minuten lag der TSV nur noch mit 75:80 zurück und das Spiel war wieder völlig offen. Doch immer wenn die Shooters rankamen, erzielten die Gäste einen Dreier und konnten durchatmen. Vier Minuten vor dem Ende wuchs der Rückstand erneut auf 81:92 an. Die Fans spürten, dass noch etwas möglich ist und pushten das Team mit lautstarkem Klatschen und Rufen. Je ein Dreier von Roberts und Habtemichael sorgten zwei Minuten vor dem Ende für den 93:95 Anschluss. Als Martinez in der letzten Minute mit zwei verwandelten Freiwürfen den Ausgleich erzielte, war es in der Halle so laut, wie noch nie. Zwanzig Sekunden vor dem Ende erzielte der aus dem Spiel heraus keinen einzigen Wurf treffende Niehus zwei Freiwürfe und die Gäste führten wieder mit 95:97. Der letzte Angriff gehörte den Shooters. Salami zog zum Korb, kam aus der Balance und verfehlte den Korbleger. Er bekam den Ball aber wieder, dribbelte an die Dreierlinie und gab den letzten Versuch von dort ab….leider knapp daneben! Mit 95:97 gewinnen die Eagles dank eines ganze starken dritten Viertels die Partie und ziehen in der Tabelle an den Shooters vorbei.

„Unser Team hat sich heute selber geschlagen. Mit den vielen Ballverlusten heute kann man kein Spiel gewinnen. Die TSG hat das clever gemacht und nimmt die Punkte natürlich gerne mit. Was mir aber gefallen hat, war die Reaktion auf diesen hohen Rückstand und da muss ich neben Topscorer Mubi, vor allem noch Dyon und Maurice hervorheben, die richtig stark verteidigt und die Aufholjagd mit eingeleitet haben. Nicht vergessen sollte man zudem die Fans, denn das, was die Leute heute an Lautstärke in die Halle gebracht haben, war der Wahnsinn!“, so Manager Gebauer.

Es spielten:
Salami (36 Punkte), Kakad (20), Roberts (17), Martinez (8), Doekhi (5), Lungongo (4), Habtemichael (3), Delage (2), Bankole und Gerszke

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